Probleme, auf natürlichem Weg ein Kind zu bekommen?

By 3. September 2016 September 24th, 2019 Prim. Imhof im Interview

Trotz Liebe nach Plan erfüllt sich nicht der Kinderwunsch

Trotz „fleißigen Übens“ will sich bei immer mehr Pärchen der ersehnte Nachwuchs nicht einstellen.

Bereits jedes fünfte Paar hat Probleme, auf natürlichem Weg ein Kind zu bekommen. Eine Schwangerschaft tritt meist bereits im Zuge der ersten drei Behandlungszyklen ein, ab dem 8. Versuch sinkt die Chance einer Empfängnis deutlich. Was sind die Ursachen und was kann helfen?

Wir nehmen Sie bei der Hand und begleiten Sie in dieser schwierigen Lebensphase von Beginn an. Wir garantieren, dass alle potentiellenUrsachen des unerfüllten Kinderwunsches untersucht werden.

Prim. Univ.-Prof. Dr. Martin Imhof

Ab 30 schwieriger

„Derzeit hat bereits jedes fünfte Paar in Österreich Probleme, auf natürlichem Weg ein Kind zu empfangen“, weiß Frauenfacharzt Dr. Martin Imhof. Allein in Wien und Niederösterreich bleiben an die 195.000 Paare länger als ein Jahr ungewollt kinderlos. Eine der Hauptursachen dafür ist die Tatsache, dass sich viele Frauen erst in einem späteren Lebensabschnitt für ein Kind entscheiden“, sagt Imhof.

Die kritische Grenze liegt bei 40 Jahren.

Während Frauen ihr erstes Baby vor 25 Jahren noch in einem Alter von 24 Jahren bekamen, liegt das Durchschnittsalter nun bei 29 Jahren. Ab 30 wird es jedoch zunehmend schwieriger, Kinder zu bekommen. Die kritische Grenze liegt bei 40 Jahren. Da beträgt die Wahrscheinlichkeit, auf natürlichem Wege schwanger zu werden, bei ca. zwei Prozent pro Monat“, verdeutlicht Imhof.

Ab dem 35. Lebensjahr steigt die Gefahr, eine Fehlgeburt zu erleiden

Über 45 liegt sie nur mehr bei 0,2 Prozent. Doch nicht nur die Chancen, schwanger zu werden sinken mit zunehmendem Alter rapide: Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt ab einem Alter von 35 Jahren stark an. Während bis dahin nur etwa 20 Prozent aller Schwangerschaften frühzeitig mit einem Abort enden, verdoppelt sich diese Rate ab 35 Jahren auf etwa 40 Prozent“, so Fachmann Imhof.

19 Comments

  • Frau Melli E. sagt:

    Hallo, da ich leider nirgends eine genaue Antwort bekommen habe frage ich nun euch, in der Hoffnung endlich eine Antwort zu bekommen. Ich wurde am 22.11. mit dem MMR Impfstoff geimpft da ich bei meiner ersten Schwangerschaft keinen Schutz hatte. Wie lange sollte ich denn mit dem nächsten versuch schwanger zu werden warten?? Im Internet habe ich zwischen 28 Tage und 6 Monate gelesen.
    Liebe Grüße

    • Prim. Univ.-Prof. Dr. Martin Imhof sagt:

      Hallo! Man kann es im Beipacktext nachlesen. 1 Monaten nach der Impfung sollten Sie nicht schwanger werden. Herzliche Grüße Martin Imhof

  • D.S. sagt:

    Hallo,
    Ich bin zwar noch sehr jung (24) aber unser (von meinem Mann (28) und mir ) Kinderwunsch ist enorm. Leider habe ich mein erstes Baby in der 16ssw verloren meine 2 und 3 ca 5-6ssw, vor 1,5 Jahren hatte ich meine erste Eileiter schwangerschaft da ist man ausgegangen das es in der 7ssw war und zu letzt hätte ich genau vor einem Monat wieder eine Eileiter schwangerschaft in der 6ssw. (das alles innerhalb von ca 4 Jahren) Wir sind mittlerweile sehr verzweifelt und hilflos. Ich bin von beruf Kinderpflegerin und mir fällt es momentan verdammt schwer in den Kindergarten zu gehen, überhaupt Kinder oder schwangere Frauen zu sehen. Ich wünsche mir dass das alles endlich mal ein Ende hat.

    • Prim. Univ.-Prof. Dr. Martin Imhof sagt:

      Hallo!
      Das klingt sehr belastend. Es wäre gut einmal heraus zu finden woran die Probleme liegen könnten. Häufig steckt z.B. eine Infektion dahinter. Mit dem erlangten Wissen kann man dann einen Plan machen wie das Ziel eine erfolgreiche gesunde Schwangerschaft doch erreicht werden kann. War die Eileiterschwangerschaft z.B. immer auf der gleichen Seite besteht immer noch die Möglichkeit natürlich Schwanger zu werden, wenn die Ursache ergründbar ist. Meisten helfen eine spezielle Blutabnahme, eine spezielle Untersuchung der Gebärmutter und der Eileiter weiter. Auf jeden Fall besteht Hoffnung. Alles Gute!

      • D.S. sagt:

        Hallo,

        Ja die Eileiterschwangerschaften waren beide auf der selben Seite deshalb ist die Eileiter jetzt auch entfernt.
        Wie müsste ich jetzt vorgehen um diese blutteste machen zulassen? Wo kann ich mich melden um einen Termin zu vereinbaren? Was würde alles auf mich zukommen?

        • Prim. Univ.-Prof. Dr. Martin Imhof sagt:

          Die Blutabnahme erfolgt am Tag 2-5 der Monatsblutung. 1 Woche später wird ein Blick in die Gebärmutter gemacht aber vor allem der andere Eileiter gestestet und auf alle denkbaren Infektionen untersucht. Ziel ist vor allem zu wissen ob es noch ein Problem gibt oder ob es mit der Entfernung des Eileiters getan ist und alles normal klappen kann. Die Untersuchung ist gut auf der Homepage beschrieben aber oft es sinnvoller ein Beratungsgespräch zu machen. Fragen gerne unter 01 5130607 Liebe Gruesse Martin Imhof

  • Carolin sagt:

    Hallo,

    ich bin gerade, bei der Suche auf „ständige Fehlgeburten“, auf Ihre Internetseite gestoßen. Ich probiere nun schon seit mehr als 10 Jahren ein Baby zu bekommen. 2011 wurde bei mir das PCO-SYNDROM diagnostiziert. Mittlerweile war ich schon 4x schwanger, leider endeten die Schwangerschaften immer in der 6 ssw. Ich weiß mir keinen Rat mehr und frage mich ständig was ich falsch mache. Mein Endokrinologe verschrieb mir Metformin die ich auch bis heute einnehme. Bei einer Abortsprschstunde konnte auch nichts festgestellt werden. Haben sie vielleicht einen Rat, was ich noch tun könnte?

    LG
    Carolin

    • Prim. Univ.-Prof. Dr. Martin Imhof sagt:

      Hallo Carolin! PCO ist eine häufige Ursache nicht schwanger zu werden bzw. zu bleiben. Zusätzlich gibt das Bild des „Abortus habitualis“ die wiederholte frühe Fehlgeburt. Daher muß man zwei Dinge bei Ihnen berücksichigen: das PCO und wiederholte Fehlgeburten wegen des Immunsystems, einer anatomischen Störung (z.B. Verwachsung) in der Gebärmutter, Gerinnungsproblem etc.. Wir machen überlicherweise eine Durchuntersuchung und dann eine spezielle, manchmal recht aufwendige Behandlung in der Frühschwangerschaft bis zur 12 ten Woche. Die Erfolgsrate ist aber sehr gut. Ich hoffe ich konnte weiterhelfen. Liebe Gruesse Martin Imhof

  • Meri sagt:

    Hallo!mein mann und ich hatten schon tese gemacht und es hat leider nicht geklappt weill keine spermien gefunden wurden..bzw azospermie wurde festgestellt.kann man da trotzdem was machen dass ich von ihm schwanger werde oder gibt es da keine Chancen?

    • Prim. Univ.-Prof. Dr. Martin Imhof sagt:

      Hallo! Wenn TESE und MESA nicht klappen ist leider schwierig von Ihrem Mann schwanger zu werden. Da das sehr selten ist, wäre es empfehlenswert eine Kontrolle zu machen ev nach eine urologischen Abklärung. Ist weiterhin nichts zu finden bleibt nur mehr eine Samenspende als Möglichkeit. Alles Gute !

  • Susi sagt:

    Sehr geehrter Dr. Imhof,
    Ich hatte in den letzten 2 Jahren 4 Fehlgeburten, davor 2 problemlose spontane Schwangerschaften, und alle Tests, die im Krankenhaus gemacht wurden, ergaben nichts, was auf eine Ursache hindeuten könnte.
    Jetzt bin ich gestern auf Ihren Artikel bei netdoktor gestoßen, wo Sie über abortus habitualis schreiben, und eine Kombination von verschiedenen Medikamenten empfehlen, unter anderem auch Kortison.
    https://www.netdoktor.at/familie/schwangerschaft/abortus-habitualis-5353
    Der Artikel ist jedoch von 2012, daher wollte ich sie fragen ob dies immer noch Ihre akutelle Meinung ist, da ich auch auf Studien aus 2017 gestoßen sind, die z.B. von der Gabe von Kortison abraten. Jedoch macht für mich Ihr Artikel total Sinn und wäre auch eine Erklärung dafür, warum es seit zwei Jahren partout nicht klappen will.
    Würde Ihren Artikel und Ihre Meinung gern mit meiner Frauenärztin besprechen und daher wäre es mir wichtig, zu erfahren, wie Sie aktuell zum Thema stehen.
    Vielen Dank!

    • Prim. Univ.-Prof. Dr. Martin Imhof sagt:

      Hallo Susanna! Kortison ist sinnvoll, wenn es die Umstände verlangen wie z.B. eine autoimmune Neigung. Sie haben recht, dass man Kortison nicht einfach allgemein anwenden sollte, da es ja nicht nur Vorteile mit sich bringt. Wir gehen daher vor der Verwendung von Kortison und anderer Medikamente auf genaue Suche nach der Ursache und Entscheiden dann entsprechend. Ich muss betonen, dass wir mit Kortison Behandlungen auch schon sehr gute Erfolge hatten z.B. nach 3 bis sogar 7 Aborte in Serie in der Vorgeschichte. Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen. Herzliche Grüße Martin Imhof

  • Steffi sagt:

    Schönen guten Tag,
    Ich bin 34 Jahre alt und mein Mann und ich versuchen seit 4,5 Jahren schwanger zu werden. Ich hatte mit 23. eine Eileiterzyste im linken Eileiter. Diese ist bei der OP geplatzt und der Bauchraum wurde mit Antibiotika gespült. Danach bekam ich eine Drainage. Es wurde eine Chlamydien- Infektion als Ursache in Betracht gezogen. Leider weiß ich nicht ob meine Eileiter durchgängig sind weil noch keine Untersuchung veranlasst wurde. Mein Prolaktinwert ist leider auch erhöht gewesen. Mein AMH liegt jetzt bei 0,8 und meine Eizellen sind meist unreif wenn sie springen. Mein Zyklus ist bei 23-26 Tagen. Ich bin noch nie schwanger geworden und ich hatte 3 IVF Behandlungen mit sehr guten Embryonen. Leider alle negativ. Es kam nie zu einer Schwangerschaft. Die Gerinnung und Thrombose Untersuchung wurde auch gemacht und es war auch hier alles gesund keine Störungen. Einzig eine Schilddrüsenüberfunktion wurde gefunden, diese sollte ich weiter untersuchen lassen – es hätte aber wohl keine Auswirkungen auf die Einistung. Ich bin sehr gesund und nie Krank. Mein Mann ist gesund und sein Sperma sehr gut.
    Warum nistet sich keine befruchtete Zelle ein ? Viele Grüße

    • Prim. Univ.-Prof. Dr. Martin Imhof sagt:

      Hallo! Danke für die Anfrage. Auf jeden Fall stimmt etwas nicht. Am häufigsten sind Immunsysten und Gerinnungssystem am Problem schuld, die Gebärmutterschleimhaut wird ja meist im Rahmen der IVF bereits behandelt. Ein wichtige Frage ist welche Therapie ist weiterhin sinnvoll. Ein IVF scheint nicht unbedingt notwendig aber auf jeden Fall sollte alle Bereich die eine Rolle spielen können untersucht werden. DAs fängt bei Eileiterfunktion Autoantikörper der Frau an und endet bei der DNA Fragmentation der Spermien. Dann ist klar ob jeder Zyklus genutzt werden kann oder wirklich eine IVF notwendig ist. Vollständig und eher bald zu wissen was los hebt die Erfolgswahrscheinlichkeit deutlich an! Leider kann man erst mit Fakten auch sinnvoll helfen da es so ein komplexes Thema ist. Danach ist die Konsequenz wichtung und führt zum Erfolg. Herzliche Gruesse Martin Imhof

  • Katharina sagt:

    Schönen guten Tag, ich hätte eine Frage: Wir probieren schon seit 1 1/2 Jahren ein zweites Kind zu bekommen. Auch bei unserer Tochter hat es sehr lange gedauert. Vor 4 Monaten wurde bei einer Blutuntersuchung festgestellt, dass ich einen Gelbkörperhormonmangel habe. Mein Arzt hat mir daraufhin Utrogestan 100 mg verschrieben. Jew 1 Tablette soll ich täglich abends schlucken. Jetzt hab ich im Internet und auch im Beipackzettel einiges gelesen was mich verunsichert. Meine Regel war letztes Monat noch stärker verkürzt (23 Tage) und dieses Monat 26 Tage. Würden Sie mir etwas anderes empfehlen oder zusätzliche Untersuchungen oder eine Beratung bei Ihnen vor Ort? Oder bin ich schon am besten Weg und muss mich nur noch weiter gedulden? Vielen Dank im Voraus. K

    • Prim. Univ.-Prof. Dr. Martin Imhof sagt:

      Liebe Katharina! Die Umstände spielen natürlich eine grosse Rolle bei der Beurteilung der Erfolgschancen. Alter, Probleme in der Vergangenheit etc.. Nach 1 1/2 Jahren kann man von einer, ev. auch kleinen Problematik, welche den Erfolg verzögert oder verhindert, ausgehen. Utrogestan ist natürlich gut allerdings nur dann wenn auch sicher ein Eisprung stattfindet. Das Ausbleiben dessen ist die eigentlich häufigste Ursache für ein niedriges Progesteron. Ganz einfach gilt die Regel: hat ein Paar regelmässig Verkehr und ist nach 1 Jahr noch nicht schwanger eingetreten sollte man auf die Suche nach der Ursache gehen. Das gilt besonders, wenn Frau über 30 ist. Oft stecken Kleinigkeiten mit einer grossen Wirkung dahinter. Liebe Gruesse Martin Imhof

  • Ulrike sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Imhof,
    bei mir wurde vor über einem Jahr ein SLE diagnostiziert. Ich versuche seid 2 Jahren Schwanger zu werden und hatte leider bereits 4 Fehlgeburten. Ich habe zusätzlich eine Schilddrüsenunterfunktion (behandelt mit LThyrox 100 – die Werte sind i.O.) und ich nehme auch täglich Quensyl 400.
    In Ihrem Artikel erwähnen Sie eine Therapie die aus einer Kombination von Gelbkörperhormonen, Kortison, Folsäure, Salicylsäure und einem Magenschutz besteht. In anderen Publikationen wurde überwiegend Kortisonbehandlung erwähnt (z.Bsp. 0,5 mg pro kg Körpergewicht) über einen Zeitraum von 3 Monaten (vor der Schwangerschaft).
    Könnten Sie mir bitte sagen wie eine Mögliche Dosierung der von Ihnen erwähnten Medikamente aussehen könnte bzw. wendet man immer alle Medikamente an?
    Danke Ihnen im Voraus
    Viele Grüße
    U

    • Prim. Univ.-Prof. Dr. Martin Imhof sagt:

      Hallo! Leider ist eine einfach Anwtwort nicht möglich. Die Therapie ist individuell und von Ihrer momentanen immunologischen Situation abhängig. Die Kombinationstherapie wird mittlerweile auch durch z.B. ein Antihistaminikum ergänzt. Sie sollten also von Ihrem Facharzt sehr persönlich vor allem in der Frühschwangerschaft betreut werden. Wir hatten bereits mehrfach Erfolg bei Patientinnen mit SLE also bin ich optimistisch dass es auch bei Ihnen klappen kann. Herzliche Gruesse und alles Gute MArtin Imhof

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